Rechtsanwaltsfachangestellte wird Steuerberaterin

Aus meiner beruflichen Praxis:

Von der Rechtsanwaltsfachangestellten zur Steuerberaterin – Berufswahl ist gar nicht so schwer

Oft entdeckt man erst im Laufe der beruflichen Tätigkeit, was einem Freude macht. Über eine Lehramtskandidatin, die zur Konditorin umschult, habe ich bereits berichtet

Ergänzend möchte ich aus meiner persönlichen Praxis von Frau C. berichten. Sie begann als Rechtsanwaltsfachangestellte und bereitet sich nun auf ihre Steuerberaterprüfung vor. Wie das kam? Hier ist ihre Geschichte.

Nach ihrer mittleren Reife wollte Frau C. einen Büroberuf erlernen. Sie entschied sich für die Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten. In diesem Beruf war sie auch tätig. Nach einer Weile fügte sie den Rechtsfachwirt hinzu. Um ihre Englischkenntnisse zu verbessern, nahm sie an einem Abendkurs zur Fremdsprachenassistentin teil und schloss auch diesen erfolgreich ab.

Sie sammelte parallel weiter Berufserfahrung, inzwischen auch in einer großen, wirtschafts-beratenden Kanzlei.

Wie der Wunsch entstand, sich näher mit dem Steuerrecht auseinander zu setzen, kann Frau C. heute gar nicht mehr genau sagen. Mit dem Abschluss als Rechtsfachwirtin hatte sie gleichzeitig die Fachhochschulreife erworben. Dies ermöglichte es ihr, an Fachhochschulen zu studieren und so begann sie ein berufsbegleitendes Studium, das sie als Bachelor im Steuerrecht abschloss.

Im letzten Studienjahr bewarb sie sich bei einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und wurde genommen. Nach erfolgreichem Studienabschluss begann sie, die nötige Praxiserfahrung für die Prüfung zur Steuerberaterin zu sammeln. Auf diese Prüfung bereitet sie sich nun vor.

Hätte sie, als sie ihren Ausbildungsvertrag als Rechtsanwaltsfachangestellte unterschrieb, jemals geglaubt, dass sie nicht nur studieren sondern auch Steuerberaterin werden würde? Nein, das hätte sie nicht. Unter Steuerrecht konnte sie sich damals viel zu wenig vorstellen, das war einfach zu weit weg.

Die erste Berufswahl kann auch die letzte sein, weil man merkt, dass man damit genau richtig liegt. Sie kann aber auch zu etwas ganz anderem führen.

Umso mehr: Bitte glaubt nicht, dass die erste Entscheidung für eine berufliche Richtung „für immer“ sein muss. Manchmal lernt man erst später, welcher Beruf einem am meisten liegt. Und manchmal merkt man auf Anhieb, dass die erste Wahl die richtige war. Alles ist möglich!

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