Du oder Sie am Arbeitsplatz?

Wie halten Sie es im Büro? Lieber duzen oder lieber siezen? Und macht es einen Unterschied, ob es sich um Kollegen oder Vorgesetzte handelt?

Duzen scheint in Deutschland „in“ zu sein. Ein bekanntes schwedisches Möbelhaus hat seine heimische Kultur schon lange nach Deutschland übertragen. Nicht nur, dass sich alle Mitarbeiter einschließlich des Firmengründers dort duzen, es werden auch alle Kunden so angesprochen. Und das ist nicht das einzige Beispiel.

Ist das Duzen also schon Alltag geworden?

Du oder Sie

Fällt es uns leichter oder schwerer, dem Chef den wir duzen, „nein“ zu sagen, weil wir eine zusätzliche Aufgabe jetzt gerade nicht bewältigen können?

Fällt es uns leichter oder schwerer, unseren (berechtigten) Unmut gegenüber einem Kollegen auf „Du“ oder auf „Sie“ zu äußern?

Gibt es Fußangeln für das Duzen? Eine fällt mir ein: Mit Kollegen, die man duzt, verbringt man nicht unbedingt auch private Zeit. Durch das „Du“ fällt vielleicht eine innere Schranke, es ist schwieriger, einen gewissen, manchmal durchaus hilfreichen Abstand zu wahren. Vielleicht rutscht einem eine Unmutsäußerung beim vertraulicheren Du im Büro leichter raus als beim Sie, wenn etwas schief gegangen ist?

Gibt es Fußangeln für das Siezen? Oh ja, würde mein in den USA geborener Ehemann aufstöhnen: Wen spreche ich nochmal wie an? Mit wem bin ich per Du und mit wem per Sie? Er kann sich das einfach nicht merken, weil er nicht mit der Du-/Sie-Kultur aufgewachsen ist. Er nimmt aber wahr, dass manche Kollegen pikiert sind, wenn er sie siezt obwohl „Du“ ausgemacht war. Noch schlimmer: Er duzt jemanden, mit dem das nicht ausgemacht war…

Well, you can say you to me …

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