Maschine statt Mensch?

Maschine statt Mensch?

Wer seinen Lebenslauf per E-Mail einreicht oder über die Karriere-Website eines Unternehmens hoch lädt, kann davon ausgehen: Bevor ein Personaler aus Fleisch und Blut den CV liest, wird das zunächst ein Algorithmus tun.

„CV-Parsings“ nennt sich diese Digitalisierung schriftlicher Lebensläufe. Anhand solcher Software werden Daten erst einmal vergleichbar gemacht und wenn eine entsprechende Vakanz im Unternehmen entsteht, werden die Daten abgeglichen und die Unterlagen passender Kandidaten geprüft.

Es gibt sogar Empfehlungen, wie Bewerber ihre Unterlagen am besten vorbereiten, damit sie vom Computer optimal ausgelesen werden können.

Ich fürchte, ich bin „old school“. Ich lese Bewerbungsunterlagen selbst, quasi in „Handarbeit“. Früher, jetzt und künftig.

Fotolia©Daria Miroshnikova

Fotolia©Daria Miroshnikova

Ganz bewusst halte ich keine digitalen Datenbanken vor, die Bewerber selbst ausfüllen müssen. Ich möchte auch keinen Datenabgleich von Computern, die nicht zwischen den Zeilen lesen können, die nicht erfassen können, wie gut beisielsweise so mancher Quereinsteiger auf eine Stelle passt.

Gerade das „Matching“, das Gespür dafür, wer am besten auf eine Stelle passt, was ein Kandidat braucht um gute Arbeit leisten zu können, das ist es, was meine Arbeit ausmacht. Das ist es, was mir die größte Freude bereitet. Zwischen den Zeilen lesen, verstehen was beide Seiten, Bewerber wie möglicher Arbeitgeber, benötigen, damit es eine gute Zusammenarbeit wird.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass „CV-Parsing“ & Co. das leisten können. Man möge mir bitte das Gegenteil beweisen.

image_pdfimage_print

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>